Internet-Anschlüsse: Technologie je nach Bundesland sehr verschieden – Im aktuellen Bericht zum Breitbandatlas in Deutschland hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die Geschwindigkeiten und auch die Technologie der Breitbandzugänge in Deutschland zusammengestellt. Die Daten stammen dabei aus Mitte 2020, neuere Daten sind bisher noch nicht verfügbar.

Der Bericht im Original: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/DG/Digitales/bericht-zum-breitbandatlas-mitte-2020-ergebnisse.pdf?__blob=publicationFile

Dabei zeigt sich, dass die möglichen Techniken je nach Bundesland sehr unterschiedlich ausgebaut sind. Am weitesten verbreitet ist normales DSL und VDSL (meistens im Telekom Kabelnetz). Hier erreichen alle Bundesländer Versorgungsgrade von mehr als 90 Prozent und vor allem in den Stadtstaaten sind sogar 100 Prozent der Haushalt mit dieser Technik angeschlossen.

Schlechter sieht es bei der Versorgung mit den TV Kabel-Netzen aus (CATV). Vor allem in den östlichen Bundesländern gibt es vergleichsweise wenige Anschlüsse. Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg sind an der Stelle die Schlusslichter in Deutschland und kommen auf Versorgungsgrade von weniger als 50 Prozent. Das ist vor allem deswegen ein Problem, weil Vodafone in diesen Netzen bereits die schnellen Gigabit Tarife anbietet und damit Geschwindigkeiten von bis zu 1MBit/s realisiert. Fehlt der Ausbau dieser Netze ist auch die Gigabit Versorgung ein Problem.

Noch schlechter sieht es im Glasfaser-Bereich aus. Glasfaser-Leitung bis ins Gebäude oder in die Wohnung sind in einigen Bundesländer absolute Mangelware. Ausnahme ist hier Hamburg mit über 80 Prozent Versorgungsgrade, aber viele Bundesländer liegen weiter unter 10 Prozent in diesem Bereich. Interessant ist dabei, dass auch die Stadtstaaten an der Stelle ein Problem haben, Berlin oder Bremen liegen ebenfalls in einem sehr geringen Prozentbereich mit der Versorgung. Hier merkt man deutlich, dass viele Jahre nicht auf Glasfaser gesetzt wurde.

Überblick: Versorgungsgrade je nach Technik und Bundesland

Breitband Technologie nach Bundesland

Insgesamt kann man daher festhalten, das DSL und VDSL derzeit die Standarttechniken sind, wenn es um Breitbandversorgung geht, die Kabel-TV-Netze aber mittlerweile aufholen und eine echte Alternative darstellen, wenn man in einem versorgten Bereich wohnt. Probleme haben vor allem die Bundesländer, wo sowohl Glasfaser als auch TV Kabel wenige zu finden sind – dann gibt es auch kaum die Möglichkeit, richtig schnelle Internet-Anschlüsse mit mehr als 100MBit/s zu bekommen.

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