Die Europäische Kommission hat heute eine Entscheidung angenommen, mit der die Nutzung des 6-GHz-Bands für drahtlose Netze in der gesamten EU harmonisiert wird. Dies wird eine wachsende Zahl von Geräten, Online-Anwendungen und innovativen Diensten unterstützen, die eine größere Bandbreite und höhere Geschwindigkeiten benötigen. Dadurch können Bürger und Unternehmen in der gesamten EU bessere, schnellere und stabilere Wi-Fi-Verbindungen nutzen, u. a. für Videokonferenzen, Streaming und Telemedizin.

Durch die Harmonisierungsentscheidung werden 480 MHz zusätzliches Spektrum im 6-GHz-Band zur Verfügung gestellt. Damit verdoppelt sich das verfügbare Spektrum fast, zusätzlich zu den 538,5 MHz, die im 2,4-GHz- und 5-GHz-Band verfügbar sind. Das erweiterte Spektrum wird die Netzüberlastung reduzieren und somit die Netzgeschwindigkeit erhöhen.

Länder auf der ganzen Welt, darunter die USA und Großbritannien, stellen nach und nach Frequenzen im 6-GHz-Band zur Verfügung, sodass angepasste Geräte die neuen Vorteile problemlos nutzen können. Die Bereitstellung von mehr Bandbreite für Wi-Fi-Dienste ist von grundlegender Bedeutung für die Erleichterung von Innovationen und die Erreichung der für 2030 vorgeschlagenen Ziele des digitalen Jahrzehnts, wonach alle europäischen Haushalte über eine Gigabit-Konnektivität verfügen sollten.

Die Mitgliedstaaten müssen dieses Frequenzband bis zum 1. Dezember 2021 für die Einführung von Wi-Fi zur Verfügung stellen. Die Entscheidung zur Harmonisierung des 6-GHz-Bands fällt in den Rahmen der Frequenzentscheidung, die es der Kommission ermöglicht, Frequenzbänder zu harmonisieren, um innovative Markt- und Technologieentwicklungen rechtzeitig zu unterstützen.

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