Breitband Thüringen – so ist der aktuelle Stand zur Internet Versorgung und zu weißen Flecken

Breitband Thüringen – so ist der aktuelle Stand zur Internet Versorgung und zu weißen Flecken – Der Breitbandausbau im Freistaat Thüringen war in den letzten Jahren von allem im Bereich der Gigabit-Anschlüsse nicht ganz so weit wie in anderen Bundesländern. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage hat die Landesregierung von Thüringen nun den aktuellen Stand der Versorgung im Freistaat zusammengefasst.

Nachgefragt waren unter anderem Weiße Flecken, also unterversorgte Haushalte im Freistaat, die noch keinen Zugriff auf Internet-Anschlüsse mit mindestens 30 MBit/s haben. Insgesamt sind von mehr als 1,1 Millionen Haushalten in Thüringen nach wie vor über 83.000 unterversorgt. Die meisten diese Haushalte findet man in den Landkreisen, aber auch die größeren Städte wie Erfurt, Jena oder Gera haben noch Haushalte, die nicht auf schnelles Internet zurückgreifen können. Die meisten Weißen Flecken gibt es im Kyffhäuserkreis mit mehr als 10.000 Haushalten mit zu geringem Internet Speed.

Weiße Flecken nach Kreisen in Thüringen

Leider gibt es bisher für Thüringen auch keine Vorgabe, bis wann diese weißen Flecken beseitigt sein sollen. Die Landesregierung möchte keinen Zeitplan nennen, spricht aber von einer langfristigen Zielstellung.

Die Landesregierung schreibt zur Strategie beim Breitbandausbau:

Mit der Thüringer Glasfaserstrategie hat sich der Freistaat die klare Zielstellung einer flächendecken-
den Versorgung Thüringer Haushalte und sonstiger Adressen mittels Glasfaser gesetzt und ist damit
über die Formulierung bestimmter Zielwerte bei der Datenübertragung hinausgegangen. Die Landesre-
gierung hat dabei im Bewusstsein, dass die Umsetzung dieser langfristigen Zielstellung und die damit
verbundene tiefgreifende Modernisierung der Infrastruktur von einer Vielzahl von Faktoren abhängig ist
und nur schrittweise gelingen kann, von der Nennung einer konkreten abschließenden Jahreszahl ab-
gesehen. Damit hat Thüringen einen ehrlichen Ansatz gewählt und diesen auch mit der Glasfaserstrate-
gie kommuniziert. Der vollständige Austausch des überkommenen, in weiten Teilen des Landes jedoch
noch vorliegenden Kupferkabels stellt eine Aufgabe für eine ganze Dekade dar. Diese Einschätzung
wird mittlerweile auch auf Bundesebene geteilt. So folgt der Koalitionsvertrag der die neue Bundesre-
gierung tragenden Parteien dem Thüringer Ansatz und sieht ein klares Bekenntnis zum flächendecken-
den Breitbandausbau mittels Glasfaser vor, wobei ebenfalls kein konkretes Enddatum zur Erreichung
dieses Ziels genannt wird.

Im Bereich der Gigabit Anschlüsse hat sich leider in Thüringen auch eher wenig verbessert. Nur 35,8 Prozent der Haushalt haben Zugriff auf diese Technik. Fast zwei Drittel der Haushalte im Freistaat können also noch nicht mit Gigabit Speed surfen. In den letzten Jahren hat sich diese Quote aber deutlich erhöht. Besonders schlecht sieht es in diesem Bereich aber in den ländlichen Bereichen von Thüringen aus. Die Quote der Breitbandversorgung mit Gigabit Internet liegt hier bei nur 6,3 Prozent. Noch nicht einmal jeder 10. Haushalt in den ländlichen Bereichen von Thüringen kann diese Technik nutzen.

Was tun bei Beschwerden und Problemen mit dem Internet-Anschluss?

Die häufigsten Probleme beim Internet-Anschluss gibt es bei der Geschwindigkeit. In vielen Fällen sind die Anschlüsse langsamer als vom Anbieter angegeben, teilweise weicht die Geschwindigkeit sogar deutlich nach unten ab. Eine offizielle Messung der eigenen Geschwindigkeit kann man hier vornehmen. Bei Probleme mit dem Anbieter kann die Bundesnetzagentur helfen, denn diese ist auch die Schlichtungsstelle für Schwierigkeiten bei Telekommunikation-Verträgen. Man kann dort kostenlos einen Schlichterspruch bekommen - allerdings ist dieser unverbindlich. Die Schlichtungsstelle der BNetzA findet man auf dieser Webseite. Daneben gibt es auch bei den Verbraucherzentralen Hilfe bei Probleme und Schwierigkeiten mit dem Internet-Anschluss oder dem Provider. Bei allen Vertragsfragen kann man sich an einer Beratungsstelle der Verbraucherzentrale vor Ort wenden. Die Beratung ist dann allerdings nich ganz kostenfrei, sondern es wird ein Betrag von um die 10 Euro abgerechnet. Möchte man einen Rechtsanwalt hinzuziehen kann es noch etwas teurer werden.

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